Innenarchitekturbüro in der Düsseldorfer Altstadt

Raumfabrik Düsseldorf

Seit fünf Jahren verwirklicht die Raumfabrik in Düsseldorf Wohnträume. Und die Ideenschmiede wird in der Landeshauptstadt sehr gut angenommen. Caroline Keßler und Christof Strelecki über das besondere Flair und ihre nicht minder besondere Kundschaft am Rhein.

Wie ist es denn so, das Lebensgefühl in der Landeshauptstadt, was gefällt Ihnen am besten an Land und Leuten am Rhein?

Christof Strelecki: Hier pulsiert das Leben. Düsseldorf ist eine sehr internationale Stadt mit Bewohnern aus aller Herren Länder. Vor allem viele Japaner prägen das Stadtbild und auch der Tourismus. Hier ist immer etwas los, es herrscht eine positive Grundstimmung.

Haben Sie das Privileg, in der Landeshauptstadt zu leben?

Caroline Keßler: Wir haben in der Tat viele Jahre in Düsseldorf gelebt und das sehr genossen. Mittlerweile pendeln wir beide, was privaten Umständen geschuldet ist.

Kommen Sie denn trotzdem dazu, an und zu ein Altbier an der längsten Theke der Welt zu trinken?

Keßler: Na klar. Meine Mädels und ich gehen hier sehr gerne Essen, Bummeln und auch schon mal Feiern. die gastronomische Landschaft ist enorm vielfältig. Hinzu kommen Volksfeste wie die größte Kirmes am Rhein, Straßenfeste und internationale Kultur. Unser Büro liegt in der Carlstadt, dem gediegenen Teil der Altstadt mit Cafés, Boutiquen und dem bekannten Wochenmarkt am Carlsplatz.

Strelecki: Wir können uns wirklich nicht beklagen. Eine Mittagspause am Markt oder ein Treffen in einem der schönsten Cafés sitzt immer mal drin. Wir atmen das Flair der Stadt quasi bei der Arbeit.

Apropos „Arbeit“: Der Düsseldorfer gilt als recht anspruchsvoll, was den Lebensstil angeht. Wie erleben Sie Ihre Kunden?

Keßler: Anspruchsvoll trifft es schon recht gut. Aber das dürfen unsere Kunden ja auch sein. Als Raumfabrikanten wollen wir etwas Besonderes bieten, was Service, Ideen und Ausführung von Bauvorhaben angeht.

Das bedeutet konkret?

Keßler: Der Kunde lernt mich oder Herrn Strelecki kennen. Wir hören zu, planen und erarbeiten den Lösungsvorschlag. Wir begleiten jeden Kunden vom ersten Gespräch bis zum fertigen Projekt. Das heißt über die Entwurfsplanung mit Bemusterung, die Kalkulation, die Baustellenzeit und was sonst noch alles ansteht, hat der Kunde immer einen verlässlichen Ansprechpartner. Ich bin Innenarchitektin und Kollege Strelecki Hochbau-Architekt. Das ergänzt sich prima.

Können Sie denn als vergleichsweise kleine Dependance zum Haupthaus in Münster das ganze Portfolio anbieten, das es dort gibt?

Strelecki: Natürlich. Umbau, Neubau, Renovierung, Privathaushalte oder Büro: alles ist möglich und wurde bereits umgesetzt. Wir stellen auf Kundenwunsch sogar Bauanträge und erledigen alle Behördenangelegenheiten. Dadurch, dass wir als Planer hier nur zu zweit sind, können wir kurze Wege garantieren. Wir sitzen uns gegenüber und eine Hand weiß immer, was die andere tut. Wir sind nach fünf Jahren recht gut eingespielt.

Die Baubranche boomt. Wie folgen Sie als kleines Team dem Marktgeschehen?

Strelecki: Es ist vollkommen richtig. Die Nachfrage ist groß. Jetzt zählt vor allem eine gute Priorisierung und Planung. Ein Bauantrag dauert in Düsseldorf etwa sechs Monate. Die Zeit nutzen wir. Wir holen Angebote für Materialien und Gewerke ein und feilen an den Abläufen der kommenden Baustellen. Das spart dann Zeit in der Realisierung.

Wie gewinnen Sie Kunden?

Keßler: Unter anderem durch Laufkundschaft. Da kommt uns die zentrale Lage im Herzen der Stadt sowie die Kooperation mit Engel & Völkers sehr zugute. Wir sitzen zusammen in einem ehemaligen Ladenlokal des Delikatessen-Händlers Münstermann. Eine hier vor Ort noch heute sehr bekannte Adresse für Spezialitäten. Viele Kunden bleiben vor dem großen Schaufenster stehen, angelockt von den Exposés der Immobilienexperten. Da mit dem Erwerb oft Umbauarbeiten verbunden sind, findet der Erstkontakt häufig quasi auf der Stelle statt.

Strelecki: Viel läuft auch über Empfehlung. Die beste Werbung ist ein zufriedener Kunde. Andere googlen uns einfach. Manche Kunden finden sogar über den Standort der Raumfabrik auf Norderney zu uns: Sie bummeln auf der Insel am dortigen Büro vorbei und lernen uns Düsseldorfer dann sprichwörtlich im Urlaub kennen.

Die Raumfabrik greift im Münsterland auf ein Netzwerk an mittelständischen Premium-Handwerkern zurück. Wie sieht das bei Ihnen aus?

Strelecki: Im Prinzip ähnlich. Wir haben hier Betriebe zwischen vier und fast 100 Mitarbeitern, die mit uns zusammenarbeiten. Da ist nicht die Größe entscheidend, sondern Qualität und Zuverlässigkeit in der handwerklichen Ausführung. Wie gesagt: Unsere Kunden dürfen Spitzenleistung erwarten, sowohl in der Planung als auch in den einzelnen Gewerken. Das gehört zur DNA der Raumfabrik.

Aber anders als die Raumfabrik in Münster verfügen Sie nicht über eine große Ausstellung. Ein Nachteil?

Keßler: Das kommt darauf an, wie man das sieht. Natürlich können in Münster ganze Raumbeispiele gezeigt werden: eine moderne Küche, ein schickes Bad oder ein tolles Wohnensemble.
Wir arbeiten auf unserem beschränkten Raum mehr mit Mustern und Collagen. Wir haben allerlei Beispiele an Bodenbelägen, Oberflächen und Materialien hier, die zeigen was schick, aktuell und möglich ist. Auch für smarte Möbel voll kaschierter Technik, einige Armaturen und Einrichtungsgegenstände entwerfen wir für unsere Kunden sehr anschauliche Visualisierungen auch in 3D, die Wert und Wirkung im geplanten Objekt veranschaulichen.

Strelecki: Das ist eine andere Herangehensweise, aber für Architekturbüros durchaus üblich. Es gibt weniger zum Anfassen, dafür mehr Inspiration durch Simulation. Das hat auch Vorteile. Man könnte sagen: In Ausstellungen werden Bilder vorgegeben, bei uns entstehen individuelle, neue Bilder, die wir auf einem großen Screen, den wir aus einem Möbel fahren, hier im Büro zeigen und erläutern. Unsere Kunden wissen das zu schätzen.

Fünf Jahre machen Sie das jetzt schon. Was wünschen Sie sich für die nächsten fünf?

Keßler: Viele spannende Projekte. Ich darf zum Beispiel gerade eine Beletage in einem Altbau in erster Linie zum Rhein neu gestalten. 220 Quadratmeter, viel Stuck und große Fenster. So etwas macht mir riesig Spaß. Davon kann ich nicht genug bekommen.

Strelecki: Da kann ich mich nur anschließen. Ich habe unlängst einen villenähnlichen Neubau in sehr gediegender Umgebung geplant, gestaltet und im Bau verantwortet. Für solche Projekte liebe ich meinen Beruf. Aber im Prinzip ist das schönste Projekt immer das nächste. Insofern wünsche ich uns vor allem Gesundheit: Im Zweierteam funktionieren wir am besten.

Keßler: Ja, in dieser Hinsicht haben wir in der Vergangenheit viel Glück gehabt. Das darf gerne so bleiben.